Wir brauchen vor allem Mut. Journalismus ohne Mut ist etwas ganz Trauriges. Wir brauchen mutigere Leute, die sich anlegen mit ihren eigenen Chefs, mit denen, die Geld haben, mit denen, die die Entscheidungen treffen. Ich finde die Leute so mutlos. Ich glaube, das ist das Hauptproblem des Journalismus.
Glauben Sie denn, dass freie Journalisten, wenn sie das Netz effektiv nutzen, bessere Chancen haben als früher?
Es gibt natürlich die Chance, sich einem größeren Kreis von Leuten bekannt zu machen, man ist leichter und schneller zu identifizieren. Das Selbstmarketing wird durch das Netz leichter. Aber ich bezweifele, dass damit sehr viel gewonnen ist. Es gibt in den deutschen Medien eine überschaubare Anzahl von Türhütern - und die treffen Sie nicht im Internet.”